In der Folge 10 bei Alles für die Hühner „Vor der Saison ist nach der Saison“ berichten wir von unserer HEBO-Kastenfalle und dessen Standortwahl. Hier wollen wir euch einen Überblick geben welche Umstände unserer Meinung nach nicht gut gelöst oder umgesetzt worden sind.

Die Skizzen sollen das ganze verständlicher machen, wenn ihr jedoch weitere Fragen habt, schreibt es gern in die Kommentare unter dem Beitrag!

Bild 1 – Rot markiert seht ihr dieverse Fehler die wir beim aufstellen der Falle gemacht haben. Gefangen haben sich trotz der Mängel Fuchs und Waschbär.

Aber nun eins nach dem anderen, wie folgt sind die unten aufgeführten Punkte verbesserungswürdig.

  1. „Wechsel“– Das Raubwild läuft zu weit oberhalb der Falle, sodass es diese kaum bemerkt und auch nicht als interessant wahrnimmt oder als Wechsel über den Bach sieht.
  2. „Zu tief“ – Die Böschung zieht sich zu weit, die Falle steht zu tief.
  3. „Höhe“ – Während des letzten Herbst mussten wir feststellen, dass unsere Falle trotz weiser Vorraussicht ein „Hochwasser“ nicht übersteht. Bedenkt den worst Case der eintreten könnte um die Falle nicht wie wir aus dem Bach bergen zu müssen.
  4. „Ufer“ – Der kleine rote Pfeil stellt die Blickrichtung des Raubwilds da sofern es von der linken Seite den Blick durch die Falle wirft, ein Fuchs will wissen wo es hingeht und was auf der anderen Uferseite auf ihn wartet. Hier schaut er lediglich gegen eine steile Böschung und sieht förmlich schwarz. Das Prinzip des Zwangswechsel schlägt hier fehl.

Bild 2 – Grün markiert und damit aller Fehler ausgebügelt, die bessere Variante der Position einer Kastenfalle.

  1. „W“ – Die Wechsel rechts sowie links des Ufers verlaufen auf einer Höhe mit der Bohle auf der unsere Falle platziert ist. Raubwild das im Bereich des Bachs schnürt wirft so einen Blick durch die Falle und stellt schnell fest das hier eine Querung trockenen Fußes möglich ist.
  2. „Höhe gut“ – Zum einen kann hier ein mögliches kleines oder auch großes Hochwasser der Falle nichts anhaben, zum anderen bedingt vor allem die Höhe den Punkt 1. Die Falle steht auf Höhe des Wechsels.

Bild 3 – Position der Falle?

Wasser zieht Raubwild magisch an, der Bachlauf, sofern er ausreichend breit und wasserreich ist kann hier ein richtiger Kumpel sein. Mit einer Bohle über dem Bach und einer Falle darauf ist er der perfekte Zwangswechsel.

  1. „RW“ – Raubwild schnürt entlang von Gewässern und Bächen, auf der Suche nach Beute. Wer jedoch schon mal schnürendes Raubwild beobachten konnte wird feststellen das es meist nur eine Richtung gibt – gerade aus und vorwärts. Selten jedoch biegt ein Fuchs oder Marder im 90° Winkel zu seiner Laufrichtung ab.
  2. Dabei möchten wir hier festhalten, dass die gezeigte Position nicht als völlig falsch zu bewerten ist, vielmehr geht es bei der Abbildung 3 und 4 um eine Optimierung. Schließlich haben auch wir sehr gute Erfolge verzeichnet wenn eine Kastenfalle wie in Abb. 3 aufgebaut wird.

Bild 4 – Besser.

  1. Sofern möglich werden wir in Zukunft alle Fallen, auch WBRF Ansatzweise Diagonal in einen Knick oder wie hier eine Kastenfalle im Winkel von etwa 135° Grad über einen Bach legen. Dieser flache Winkel kommt dem natürlichen Bewegungsmuster des Raubwildes näher. Und vielleicht lässt sich auch so die effektivität steigern!

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